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Euregio Maas-Rhein

Fünf Fragen an...

In dieser neuen Rubrik blicken wir zurück auf ein vor kurzem abgeschlossenes oder fortgeschrittenes Interreg-Projekt, das mit europäischer Unterstützung in der EMR realisiert wurde. Wie lief das Projekt ab? Welche Erfahrungen können wir mit anderen Projektleitern austauschen?

INTERcCOM: Martine Verjans
Projektleiterin INTERcCOM
Geschäftsführerin Forschungsinstitut CTL
Dozentin Universität Hasselt


Was beinhaltete das Projekt?

„Ziel von INTERcCOM war es, die untereinander stattfindende Kommunikation zwischen den verschiedenen Kulturen in der EMR zu verbessern, damit Studieren und Arbeiten für junge Menschen noch einfacher wird. Dazu untersuchten wir die sprachlichen und kulturellen Hindernisse in unserer Euregio. Viele Menschen denken, dass sich die Kulturen stark voneinander unterscheiden und das Wissen über die verschiedenen Sprachen zu gering ist. Daher sind junge Menschen mit einem abgeschlossenen Studium beispielsweise zu selten in den Teilregionen des euregionalen Arbeitsmarktes vertreten, obwohl es hier so viele Möglichkeiten gibt!“

Was hat für Eindruck gesorgt?

„Die Ergebnisse der Untersuchung waren unerwartet. Zum Beispiel stellte sich heraus, dass sowohl das belgische als auch das niederländische Limburg einander wesentlich ähnlicher sind, als sie selbst denken. Außerdem machen wir uns zu viele Sorgen über die Sprachfehler, die wir in einer fremden Sprache machen. Untersuchungen zeigen, dass die Muttersprachler – auch in der Geschäftswelt – sich gar nicht an bestimmten Sprachfehlern stören, die im Unterricht viel Aufmerksamkeit bekommen.“

Welche konkreten Ergebnisse wurden erzielt?

„Die Untersuchungsphase ist nun abgeschlossen. Ungefähr im März 2013 wird die Webanwendung mit dreißig verschiedenen E-Modulen zugänglich; dazu werden 24.000 Anmeldecodes in der EMR verteilt. Die Benutzer können immer wieder andere Kombinationen aus Quellsprache, Kultur und Zielsprache erstellen.“

Worin bestand der Mehrwert von Interreg bei Ihrem Projekt?

„Interreg hat bei der Zurverfügungstellung von finanziellen Mitteln und der Beschaffung von Fachwissen eine wichtige Rolle gespielt. Ohne Interreg hätten wir weder die Untersuchung noch die Sprach- und Kulturmodule entwickeln können.“

Welche Erfahrungen wollen Sie mit anderen Projektpartnern teilen?

„In der Praxis ist es nicht immer einfach, einen Projektplan streng einzuhalten; als Projektleiter muss man Tatkraft beweisen, was das betrifft. Es ist hilfreich, das Budget und die Planung sehr detailliert auszuarbeiten. Denn der Energieschub, den man erhält, wenn ein Abschnitt abgeschlossen wird, ist sehr befriedigend!“

 


Newsletter Interreg Euregio Maas-Rhein 8 | Frühling 2012 

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Kurz gesagt bedeutet Interreg: europäische Subvention für eine noch stärkere Euregio. Interreg IV-A ist die vierte Generation dieser Euregionalen Projektsubvention. Interreg IV-A bietet Unternehmen, Betrieben, Institutionen und anderen Initiatoren aus der Euregio Maas-Rhein die Möglichkeit, über die Landesgrenzen hinweg gemeinsam an Projekten rund um gemeinschaftliche Themen in den Bereichen Wirtschaft, Nachhaltigkeit und soziale Aspekte zu arbeiten.
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