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Euregio Maas-Rhein

Der Pflegesupermarkt der Zukunft öffnet Grenzen

Mündige und mobile Patienten, ein zunehmender Bedarf an Pflegekräften; aufgrund dieser Entwicklungen suchen Patienten immer häufiger Pflegeleistungen jenseits der Landesgrenzen. Daher ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Patienten und Pflegekräften eine Voraussetzung. Das Projekt „Pflegeberufe“ (Future Proof for cure and care), das vor kurzem startete, bietet einen ersten Ansatz in diese Richtung.

„Der grenzüberschreitende Patientenverkehr in der Euregio nimmt ständig zu“, berichtet Fabienne de Zorzi vom Centre Hospitalier Régional de la Citadelle in Lüttich. Das geht auch aus den Zahlen von POM-ESRV (Seite 11) hervor; sowohl in Flandern (+197,2 %) als auch in Limburg (+479,3 %) ist die Zahl der ausländischen Patienten in den Krankenhäusern zwischen 2000 und 2007 stark angestiegen. „Die Organisation und Finanzierung der Pflege weisen in den Ländern der Euregio allerdings Unterschiede auf. Patienten, die Pflegeleistungen jenseits der Grenze suchen, sehen sich dadurch häufig mit praktischen Fragen konfrontiert. Ein Ziel unseres Projekts ist es, diese Barrieren zu beseitigen, indem die Kommunikation zwischen Patienten, Pflegekräften und anderen Partnern verbessert wird."

Die Euregio im Überblick

Immerhin siebenundzwanzig Partner nehmen an diesem ehrgeizigen Projekt teil. Jede Region hat mittlerweile eine Übersicht über die Gesundheitsfürsorge vor Ort erstellt. „Außer einem Einblick in demographische Daten wie Bevölkerungs-zusammensetzung und Einwohnerzahlen liefert diese Nullmessung wichtige Informationen über Gesundheitsdienstleister und die Gesundheitsfürsorge. Der nächste Schritt besteht darin zu überprüfen, welche Kooperationsmöglichkeiten es gibt. Das Projekt soll schließlich sehr konkrete Ergebnisse liefern, z.B. euregionale Masterclasses für Pflegeberufe.“

Berufsmobilität

Eine optimale Zusammenarbeit bei der Gesundheitsfürsorge allein reicht aber nicht aus. Das Projekt konzentriert sich auch auf eine höhere Berufsmobilität von Pflegekräften, um auf diese Weise den Mangel an geeigneten Fachkräften zu bekämpfen. Die Notwendigkeit erkennt auch Fabienne de Zorzi: „An meinem Arbeitsplatz erhalte ich regelmäßig Praktikumsanfragen von Auszubildenden. Es ist schwierig einzuschätzen, über welches Grundwissen eine Person verfügt, da sich die Ausbildungen auf beiden Seiten der Grenze stark unterscheiden. Das Projekt ermöglicht es, Ausbildungsmöglichkeiten für Pflegeberufe effizienter zu nutzen, über ein speziell für diesen Zweck eingerichtetes Kommunikationsnetzwerk zwischen Partnern in allen grenzüberschreitenden Regionen.“
 

Newsletter Interreg Euregio Maas-Rhein 8 | Frühling 2012


 
 
 
 

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Kurz gesagt bedeutet Interreg: europäische Subvention für eine noch stärkere Euregio. Interreg IV-A ist die vierte Generation dieser Euregionalen Projektsubvention. Interreg IV-A bietet Unternehmen, Betrieben, Institutionen und anderen Initiatoren aus der Euregio Maas-Rhein die Möglichkeit, über die Landesgrenzen hinweg gemeinsam an Projekten rund um gemeinschaftliche Themen in den Bereichen Wirtschaft, Nachhaltigkeit und soziale Aspekte zu arbeiten.
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