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Euregio Maas-Rhein

Grenzübergreifende Notfallhilfe Emric+ rettet Leben

Die Sicherheit und Gesundheit der Einwohner der Euregio Maas-Rhein (EMR) ist eine gemeinschaftliche Aufgabe zahlreicher öffentlicher Dienste. Die Verantwortung dafür liegt in den Händen von ca. dreißigtausend Helfern. In unserer europäischen Region ist Kooperation mit Rettungsdiensten auf der anderen Seite der Grenze eine wichtige Voraussetzung. Das Projekt Emric+ ebnet den Weg für grenzübergreifende Notfallhilfe und Informationsaustausch.

Innerhalb des Projekts Emric+ arbeiten folgende Partner zusammen:

„Grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten ist nichts Neues“, sagt Marian Ramakers von der Feuerwehr Süd-Limburg, Projektleiterin von Emric+. „Aber mit dem Wegfall der europäischen Grenzen beschleunigt sich die Kooperation immer mehr. Inzwischen haben wir so große Fortschritte gemacht, dass bei der Notfallhilfe die Landesgrenzen keine Hindernisse mehr darstellen. Wenn zum Beispiel im niederländischen Vaals wegen einer lebensbedrohlichen Situation ein Krankenwagen benötigt wird, fährt meistens eine deutsche Ambulanz an Ort und Stelle. Auch bei einem Brand zum Beispiel in Landgraaf wird der Einsatz von der Feuerwehr aus Scherpenzeel übernommen. Denn je schneller die Notfallhilfe vor Ort ist, desto größer ist die Chance auf Rettung. Oder wenn es zum Beispiel eine Katastrophe mit vielen Opfern gibt, können sie von allen Krankenhäusern in der EMR aufgenommen werden. Um auf solche ernsthafte Situationen bestens vorbereitet zu sein, hat Emric+ einen mehrjährigen Katastrophenschutzübungsplan. Dieses Jahr haben wir schon mehrere Katastrophenschutzübungen durchgeführt. Dabei handelt es sich nicht um Einsatzübungen mit Martinshorn, sondern um Übungen auf Koordinations- und verwaltungstechnischer Ebene. Das ist wichtig, weil wir jetzt voneinander lernen müssen und nicht erst dann, wenn die Katastrophe bereits eingetreten ist.“

Schneller Informationsaustausch

„Um die Sicherheit und Gesundheit aller Bürger zu garantieren, ist die Geschwindigkeit des Informationsaustauschs essenziell. Wenn zum Beispiel in Süd-Limburg eine giftige Rauchwolke austritt, die hinüber nach Deutschland und Belgien zu wehen droht, oder wenn eine Infektionskrankheit ausbricht, ist es notwendig, dass die Rettungsdienste darüber so schnell wie möglich informiert werden. Und wenn zum Beispiel Hochwasserstände der Maas in Lüttich frühzeitig durchgegeben werden, kann das niederländische Limburg dagegen noch rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten.“ Laut Marian Ramakers ist grenzübergreifende Notfallhilfe jedoch nicht so einfach, wie es vielleicht den Anschein hat. „Die gesetzliche Verantwortung für die Sicherheit ist in jedem Land anders geregelt. Das macht die Kooperation zwischen Rettungsdiensten gerade so interessant, aber auch so komplex. Für das Nachgehen juristischer Fragen und dem Aufstellen von Vereinbarungen arbeiten wir eng mit Task Force Net in Aachen zusammen, einem Büro, in dem sowohl niederländische als auch deutsche und belgische Juristen arbeiten.

 


Newsletter Interreg Euregio Maas-Rhein 5 | Sommer 2011 

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