Interreg

Euregio Maas-Rhein

Fünf Fragen an... Mathieu Belly vom Projekt Nachatt

In dieser Rubrik blicken wir zurück auf ein vor kurzem abgeschlossenes oder fortgeschrittenes Interreg-Projekt, das mit europäischer Unterstützung in der EMR realisiert wurde. Wie lief das Projekt ab? Welche Erfahrungen können wir mit anderen Projektleitern austauschen?

Projekt Nachatt (Nano chemicalapplication on technicaltextiles): Mathieu Belly
Technischer Verantwortlicher
Centexbel, Chaineux (Lüttich)


Was beinhaltete das Projekt?

Nachatt konzentrierte sich auf die Entwicklung neuer Technologien für die Herstellung von technischen Textilien wie Teppichen, Polsterstoffen und technischer Bekleidung. Das Projekt stand im Zeichen der Nanotechnologie und der Anwendung von Nanopartikeln. In Kombination mit den Kunststoffen Polyester und Polypropylen verleihen Nanopartikel Textilien wichtige Eigenschaften, z.B. farbannehmend oder wasserabweisend. Dies führt zu einer flexibleren Produktion und höherem Komfort bei Wartung und Reinigung.


Welche konkreten Ergebnisse wurden erzielt?

Polypropylen wird bei der Herstellung von Teppichen und Textilien vielfach verwendet, kann jedoch keine Farben aufnehmen. Im Zuge des Projekts ist es uns gelungen, Proteinpartikel aus Schafswolle zu produzieren, die in Kombination mit Polypropylen für eine bessere Haftung des Farbstoffes sorgen, was zu weiteren Anwendungsmöglichkeiten von synthetischen Materialien wie Polypropylen gesorgt hat. Darüber hinaus entwickelte das Wollforschungsinstitut der RWTH Aachen ein umweltfreundliches Verfahren, um Gewebe mit wasserabweisenden Eigenschaften zu versehen, auch auf Basis von Nanopartikeln. Die Verwendung von Schadstoffen wie Fluor lässt sich dadurch erheblich mindern.
 
Was konnten Sie aus dem Projekt mitnehmen?
Die wichtigste Grundlage bei der Entwicklung von Nanopartikeln in diesem Projekt war Schafswolle. Das Projekt bietet auch Chancen für die Nutzung anderer natürlicher Beiprodukte wie Geflügelfedern oder Schweineborsten. In diesem Zusammenhang wird in Kürze ein neues Projekt beginnen.

Was war der Mehrwert von Interreg für Ihr Projekt?
Bei der Zusammenführung aller Partner und Sachverständigen hat Interreg eine Schlüsselrolle gespielt. Auch wenn wir an sich nicht weit auseinander liegen, ohne Interreg wäre dies nicht möglich gewesen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit den anderen Projektpartnern teilen können?
Das Know-how in unserer Branche in der Euregio Maas-Rhein hat mich sehr beeindruckt. Ich blicke mit einem positiven Gefühl auf dieses Projekt zurück!
 

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